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Donnerstag, 14. Februar 2013

Dark Love

Format: Broschiert 
Preis: (D) € 15,99 (A) € 16,50
Autor: Lia Habel 
Originaltitel: Dearly, departed
Seiten: 512
Verlag: Piper
Erscheinungstermin: 10. November 2011
ISBN: 978-3492702195

Kaufen bei: Amazon

Kurzbeschreibung
Ein Wettlauf mit der Zeit und eine große Liebe, die keine Grenzen kennt: Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und digitale Tagebücher – das ist die Welt der Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-jährige Vollwaise lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird. Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt. Und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, aber die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras längst tot geglaubter Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt dem Untergang geweiht? (© Bild und Text: Piper Verlag)

Inhalt
Nora lebt im Jahr 2195, dem Neuviktorianischem Zeitalter. Nach einem Krieg haben die Menschen beschlossen wieder so zu leben wie damals die Viktorianer. Das Ganze zwar mit Elektrizität, doch die Etikette und die gesellschaftlichen Anforderungen, sowie die Kleidung, sind genauso wie damals. Nora spielt nach Außen zwar die gehorsame Lady, in Wahrheit will sie das aber gar nicht sein. Sie liebt es sich Kriegshologramme anzusehen, es erinnert sie an die Zeiten, als sie das immer mit ihrem Vater getan hat. Noras Eltern sind beide gestorben, daher wohnt Nora, wenn sie nicht im Internat ist, mit ihrer Tante zusammen. Als sie in den Ferien nach Hause kommt ist etwas anders. Nachdem Nora von einem unbekannten Mann, der scheinbar ihren Vater kannte, angesprochen und vor einer Gefahr gewarnt wird, wird sie kurz darauf entführt. Und ihre Entführer sehen alles andere als lebendig aus…

Meinung
Irgendwie mag ich Zombies, wieso genau kann ich nicht sagen, aber ich finde sie haben etwas Spannendes an sich. Eine Lovestory zwischen einem Menschen und einem Zombie habe ich vor „Dark Love“ allerdings noch  nicht gelesen, daher freute ich mich schon sehr auf das Buch. „Dark Love“ ist allerdings, zum Glück muss ich hier anmerken, auch nicht einfach nur eine einfallslose Lovestory, ganz im Gegenteil.

Das Buch ist voller neuer, genialer Ideen. Alleine schon die ganze Sache um das neuviktorianische Zeitalter, finde ich faszinierend. Das Ganze dann noch in Kombination mit Zombies, geht fast nicht mehr besser, oder?
Lia Habel hat eine unglaublich faszinierende Zukunftsvision, mit ebenso faszinierenden Charakteren erschaffen. „Dark Love“ wird aus unterschiedlichen Sichten erzählt und jede von ihnen hat mich überzeugt. Auch wenn ich am liebsten die aus Noras und Brams Sicht gelesen habe. Kennt ihr das, wenn ihr von bestimmten Charakteren einfach nicht genug bekommen könnt und am liebsten die ganze Zeit nur über sie lesen würdet?

Nora war mir schon von Anfang an sehr sympathisch. Sie hat beide Eltern verloren und hat trotzdem noch so viel Stärke. Sie wird von Zombies entführt und hätte alles Recht die Nerven zu verlieren, bleibt aber, in Anbetracht der Situation äußerst gelassen. Nora hat eine starke Persönlichkeit und die wächst im Verlauf der Geschichte nur noch. 
Bram hatte ich auch auf Anhieb gern. Er ist ein durch und durch guter Mensch bzw. Untoter, wenn er könnte würde er mit Sicherheit Frieden auf der Welt schaffen. Obwohl er eine große Last und Verantwortung zu tragen hat, vergisst er nie den Spaß und was wirklich wichtig im Leben ist.
Auch Norahs beste Freundin Pamela war unglaublich. Zu Beginn war sie noch die brave, zurückhaltende Lady, doch im Laufe des Buches wuchs sie so stark heran und zeigte sehr viel Stärke und Mut. In „Dark Love“ gibt es viele außergewöhnliche und liebenswerte Charaktere zu entdecken.

Cover
Das Cover passt sehr gut zum Titel. Schwarz mit silberner Schrift und Verschnörkelungen die sehr gut zum viktorianischen Thema passen.

Mein Fazit
Von Anfang an spannend und voller faszinierender Ideen. „Dark Love“ überzeugt durch eine spannende Handlung und ganz besonders starke Charaktere. Fans von Zombies und all jene die es noch werden wollen, können guten Gewissens zu „Dark Love“ greifen.

5/5 Punkte

Über den Autor
Lia Habel wurde in einer kleinen Stadt im Westen des Bundestaates New York geboren. Sie trinkt viel zu viel Kaffee und besitzt drei Katzen, denen sie in ihrem Debüt ein Denkmal setzt. Die Idee zu „Dark Love“ hatte Lia während einer Busfahrt nach NY City, als ihr der Lesestoff ausging und sie sich fragte, warum die Monster in Büchern immer gut aussehen und warum sie noch nie eine Liebesgeschichte mit Untoten gelesen hatte. (© Piper Verlag)

Einen herzlichen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Freitag, 30. November 2012

Wildefire - Göttin des Vulkans

Format: Softcover
Preis: (D) € 15,99 (A) € 16,50
Autor: Karsten Knight
Originaltitel: Wildefire
Seiten: 464
Verlag: Piper
Erscheinungstermin: 29. September 2011
ISBN: 978-3492702379

Kaufen bei: Amazon

Kurzbeschreibung
Ash ist ein ganz normales Mädchen – bis sie erfährt, dass sie eine Vulkangöttin ist: Ihr Bett fängt Feuer, wenn sie von ihrem Freund träumt, feuerfeste Handschuhe sind plötzlich unerlässlich für wilde Knutschereien, und dann sind da auch noch die anderen Götter und Göttinnen, deren oberstes Ziel die Vernichtung ihrer Rivalin ist … Ash Wilde hat kein leichtes Leben: Sie ist eine Außenseiterin, ihr Freund betrügt sie, und ihre Schwester Eve ist ein richtiges Miststück. Nach einem schlimmen Unfall, der für eine Mitschülerin tödlich endet, zieht Ash sich in ein Internat zurück – so weit weg von ihrem alten Leben und ihrer Schwester wie nur möglich. Doch gerade als es für sie richtig gut läuft – mit einem tollen Freund, einem Platz im Tennisteam –, erfährt Ash, dass sie eine polynesische Vulkangöttin ist. Und damit fängt der Ärger erst richtig an: Auf wessen Seite wird sie sich stellen? Ihre Schwester Eve hat bereits die dunkle Seite gewählt, und Ash soll ihr folgen. Doch Ash weigert sich, ihr nachzugeben, und beschwört einen Kampf herauf, in dem sich die beiden zum letzten Mal gegenüberstehen werden …  (© Amazon.de)

Inhalt
Ashline Wilde weiß, dass sie anders ist, sie weiß nur nicht wieso. Als ihre verschollene Schwester Eve plötzlich wieder auftaucht und etwas Schreckliches geschieht, ist es für Ash an der Zeit neu zu beginnen. Sie verlässt ihr Zuhause und besucht von nun an die Blackwood Academy. Hier findet Ash endlich wahre Freunde, die sie so akzeptieren wie sie ist. Doch wird ihre Vergangenheit sie ruhen lassen? Was ist mit Eve? Und vor allem was wird die Zukunft bringen?

Meinung
Dieses Buch nicht zu spoilern ist unmöglich, ich dürfte euch nicht mal den Titel verraten. Ich entschuldige mich also jetzt schon mal für alle möglichen, kommenden Spoiler und wenn ihr ohne zu viel Wissen an dieses Buch gehen wollt, rate ich euch weder die Kurzbeschreibung, noch meine Rezension zu lesen.
Den Inhalt habe ich ja eigentlich noch Spoiler frei gehalten.

Vulkangöttin? „Das ist doch was für mich“, habe ich mir gedacht. Und ja, „Wildefire“ ist definitiv ganz anders als ich erwartet habe und keinesfalls gewöhnlicher Einheitsbrei. Trotzdem, auf ganzer Linie konnte mich das Buch leider nicht überzeugen.

Karsten Knights Schreibstil hat an sich Potenzial, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen. Manche Ausdrücke, gut das könnte auch an der Übersetzung liegen, fand ich unpassend oder merkwürdig. Auch wurde oft zu viel drumherum geredet und es passiert erst mal nichts. Die Kapitel sind sehr lang, zu lang, das kann während dem Lesen schon mal abschrecken. Denn es macht schon einen Unterschied wenn man noch ein Kapitel lesen möchte, ob dieses dann 10 oder, wie das erste Kapitel aus Wildefire 46 Seiten lang ist. So richtig spannend wird es auch erst ab dem vierten Kapitel und das beginnt auf Seite 132. Ab diesem Zeitpunkt zeigt das Buch, bis auf noch ein paar langatmige Stellen, sein ganzes Potenzial und man möchte gerne weiterlesen.

Ash ist keinesfalls eine gewöhnliche Protagonistin. Sie ist stark und von kämpferischer Natur. Sie ist sehr frech und gibt ihre Meinung offen kund. Keine Spur von Schüchternheit oder Zurückhaltung. Im Gegensatz zu ihrer Schwester Eve, ist Ash aber ein guter Mensch, so viel kann gesagt werden.

Über die anderen Charaktere erfährt man zwar nicht allzu viel, aber genug um ihr Wesen kennen zu lernen.
Da wären Colt, Jacky, darren, Rolfe, Ade, Serena und Raja. Sie spielen alle entweder eine größere oder kleinere Rolle, dennoch ist jeder Einzelne von ihnen, für das Buch sehr wichtig. Mehr sage ich euch über die Charaktere nicht, da ich wirklich nicht allzu viel verraten möchte.

„Wildefire“ beginnt relativ zäh, nimmt aber im zweiten Drittel an Fahrt auf und gibt besonders zum Ende hin Gas. Genau aus diesem Grund kann ich die Reihe auch weiter empfehlen, das Ende war einfach vielversprechend und ich denke, dass die Folgebände um einiges besser werden könnten.

Cover
Es spricht mich eigentlich nicht wirklich an, allerdings finde ich die brennende Blume interessant.

Mein Fazit
„Wildefire“ hat durchaus Potenzial, es wurde nur leider nicht ganz ausgeschöpft. Das Buch ist Stellenweise sehr langatmig und nimmt leider erst zum Ende hin so richtig an Fahrt auf. Dafür punktet es mit einer sehr speziellen Protagonistin, die durchaus Abwechslung bringt.

3/5 Punkte

Über den Autor
Karsten Knight schrieb bereits mit sechs Jahren sein erster Meisterwerk: eine Bilderbuchreihe über einen abenteuerlichen Wurm. In den zwei Jahrzehnten danach arbeitete er als Korrektor, Buchhändler und Collegeberater, bis er seine Berufung zum Biografen einer polynesischen Vulkangöttin erkannte. Er lebt in Boston, mag Herbstwetter und Football und versucht, jedes Restaurant der Stadt zu besuchen. (© Piper Verlag Foto:© Privat )

Einen herzlichen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Samstag, 11. Juni 2011

Hundeherz


Format: Taschenbuch
Preis: (D) € 8,95 (A) € 9,20
Autor: Kerstin Ekman
Originaltitel: Hunden
Seiten: 144
Verlag: Piper
Erscheinungstermin: Januar 2011
ISBN: 978-3492263559
Kaufen bei: Amazon

Kurzbeschreibung
In der rauen Einsamkeit der schwedischen Natur wird ein Hundewelpe von seiner Mutter und seinem Herrchen getrennt. Auf sich gestellt beginnt er, gegen die Stille und den Hunger um sein Überleben zu kämpfen.

Inhalt
An einem verschneiten Wintertag läuft der kleine, graue Welpe seiner Mutter hinterher. Herrchen und Mutter sind nichts ahnend angeln, während sich der Graue immer mehr verirrt. Er hat vergessen von wo er gekommen ist und wohin er unterwegs war. Als sein Verschwinden auffällt ist es bereits zu spät und die Menschen meinen, er sei erfroren. Doch der Welpe schafft es zu überleben und muss nun lernen für sich selbst zu sorgen.

Meinung
Ich, als Hundefanatiker, musste „Hundeherz“, nachdem ich so viel Gutes darüber gehört habe unbedingt lesen. Ich war gespannt, wie das Buch sein wird und was der kleine Welpe erlebt.
Zunächst möchte ich auf den Schreibstil eingehen, denn dieser ist wirklich bemerkenswert. Kerstin Ekman schreibt wirklich wunderschön poetisch. Die Sätze sind zwar teilweise einfach und kurz, was daran liegt das sie aus den Gedanken eines Hundes stammen sollen, aber dennoch könnte man einfach jede Stelle zitieren:
„Der Mond kriecht über den Wald. Die Nacht ist nicht still. Sie plätschert und fließt, sie raschelt und pfeift. Aufstehen und los über fleckige Erde. Unruhe im Leib, Unruhe im Wald. Flecken von Mondlicht und Schnee, Flecken von Schatten und schwerer Erde im Moor.“ S.32

Seht ihr, was ich meine? Alles ist einfach so schön und detailliert beschrieben. Man lernt viel aus dem dünnen Buch, zudem ist „Hundeherz“ auch eine Geschichte die berührt. Und das ist bei so wenig Seiten und eigentlich wenig Handlung eine große Leistung.

Cover
Die Aufmachung des Covers passt schon zum Buch, obgleich der Hund meiner Meinung nach grauer sein sollte. Im Buch wird er nämlich als der graueste beschrieben.

Mein Fazit
Dieses, doch sehr dünne Buch hat mich mehr berührt als so manch anderes dickes Buch. es ist einfch eine wunderbare Geschichte, die meiner Meinung nach, gelesen werden muss, ob Hundeliebhaber oder nicht.

5/5 Punkte


Über den Autor
Kerstin Ekman wurde 1933 in Schweden geboren. Die mehrfach preisgekrönte Autorin arbeitete zunächst als Lehrerin, Drehbuchautorin und Literaturkritikerin, bevor sie mit ihren Romanen bekannt wurde. Mit "Geschehnisse am Wasser" gelang ihr schließlich der internationale Durchbruch. Sie wurde 1978 als dritte Frau in die Schwedische Akademie gewählt. Ihr vierteiliger Romanzyklus, der mit "Hexenringe" und "Springquelle" beginnt, gilt als bedeutendstes Epos der jüngsten schwedischen Geschichte.