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Donnerstag, 13. Oktober 2011

Wenn du mich siehst

Format: Gebunden
Preis: (D) € 14,99 (A) € 15,50
Autor: Tara Hudson
Originaltitel: Hereafter
Seiten: 353
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungstermin: 29. August 2011
ISBN: 978-3453267237
Kaufen bei: Amazon

Kurzbeschreibung
Eine Liebe, die selbst den Tod besiegt

Amelia ist 18 – zum Zeitpunkt ihres Todes. Seitdem streift sie als ruheloser Geist durch die Kleinstadt, in der sie einst zur Schule ging, mit Freunden die Nachmittag verbrachte, lernte, lachte, liebte: All dies scheint ihr unwiderruflich verloren. Doch dann lernt sie Joshua kennen, der mit seinem Wagen über die Böschung schießt und beinahe ertrinkt – in jenem Fluss, in dem Amelia ihren Tod fand. In letzter Minute wird er gerettet. Tief in den dunklen Fluten aber erblickt er für einen Sekundenbruchteil Amelia, die ihm in dem verzweifelten Versuch zu helfen hinterhergesprungen ist. Und das Wunder geschieht: Die Gabe, Amelia sehen, hören und sogar berühren zu können, bleibt Joshua erhalten. Er trifft sich mit ihr und die anfängliche Beklommenheit beider weicht bald einer zarten Liebe. An seiner Seite kann Amelia das unheimliche Zwischenreich, in dem sie einer Gefangenen gleich orientierungslos umherirrte, verlassen und ein Stück weit ins Leben zurückkehren. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer: Denn da ist noch jemand, der Amelia sehen kann, jemand, der Böses im Sinn hat und sie endgültig ins Jenseits befördern will … (© Amazon.de)

Inhalt
Die 18 Jahre alte Amelia ist ein Geist und streift seit ihrem Tod ruhelos umher. Immer wieder muss sie ihren Tod erleben, aber plötzlich ist sie nicht mehr alleine, sie sieht einen Jungen. Amelia ist sich sicher, dass er den gleichen Tod wie sie erleiden muss, es sei denn sie hilft ihm. Daher gibt sie alles um ihn zu retten und ab da ändert sich alles, denn Joshua kann Amelia und auch berühren.
Für Amelia beginnt eine neue Zeit, aber nicht lange und ein böser Geist ist ihr auf den Fersen und dann wäre da auch noch Joshuas Großmutter…

Meinung
Von „Wenn du mich siehst“ habe ich mir nicht viel mehr als eine zuckersüße Geister-Love-Story erwartet und wurde somit auch nicht enttäuscht. Viel mehr ist das Buch nämlich leider auch nicht.

Man merkt schon stark, dass dieses Buch ein Debutroman ist, ob und wie stark die Übersetzung daran Schuld hat, kann ich nicht sagen. Tara Hudson hat versucht  das Buch mit vielen schönen Ausdrücken poetisch wirken zu lassen, das kam mir dann doch viel zu gewollt vor.
Eigentlich mochte ich Hudsons Schreibstil im Großen und Ganzen aber schon. Ich denke vor allem, das ihre Schreibweise in Folgeromanen bestimmt viel besser sein wird und hoffentlich auch die Logikfehler, wie sie in „Wenn du mich siehst“ mehrfach vorkamen, vermieden werden. Warum muss Amelia zum Beispiel nach Luft schnappen, wenn sie gar nicht mehr zu Atmen braucht?
Trotz allem ließ sich das Buch doch recht schnell und flüssig lesen. „Wenn du mich siehst“ ist aus Amelias Sicht erzählt und so bekam man auch recht viele Einblicke in die Gefühle und Gedanken eines Geistes.

Typisch Paranormal Romance wurde natürlich ein großes Augenmerk auf das vollkommen unnatürlich Pärchen Mensch und Geist gelegt. Amelia mochte ich schon ab der ersten Seite und das änderte sich auch nicht mehr. Sie ist eine sehr liebliche und teilweise auch recht naive Person, die es auch nach dem Tod noch nicht leicht hat. Denn Für Amelia ist das Leben nach dem Tod nicht mehr als ein großes Rätsel, sie kann sich nicht einmal mehr daran erinnern, wie sie gestorben ist und eigentlich auch an sonst nichts aus ihrem Früheren Leben.
Kein Mensch kann sie sehen oder gar berühren, bis auf Joshua. Auch ihn mochte ich sofort, auch wenn er ein total klischeehafter Charakter ist, aber ich bin der Liebe der Beiden, mag sie noch so klischeehaft sein, einfach verfallen.
Dann hätten wir da ja auch noch Eli, sozusagen der böse Geist von nebenan. Gerne hätte ich noch mehr über Joshuas Familie erfahren, aber vielleicht kommt das in den Folgebänden noch.
Man merkt schon, ausgefallene oder gar besondere Charaktere sucht man hier vergebens.

Trotz der Kritikpunkte hatte ich mit „Wenn du mich siehst“ viel Lesevergnügen und auch die Lovestory habe ich einfach genossen. Es gab zwar einige Stellen an denen nicht allzu viel passierte, langweilig wurde es mir aber nie. Immerhin haben Amelia und Joshua einige Fragen zu klären. Wer war Amelia als Mensch und wie ist sie gestorben? Was wollen Eli und Joshuas Großmutter von Amelia und wie können sie der Gefahr aus dem Weg gehen?

Cover
Richtig, richtig schön. Ich liebe das verschnörkelte um den Titel und die Funken drumherum. Außerdem finde ich es eine gute Idee mit dem Gesicht, das sich im Wasser spiegelt, auch da das Wasser im Buch eine große Rolle spielt.

Mein Fazit
Man darf sich nicht zu viel von dem Buch erwarten, sonst wird man leicht enttäuscht. Es ist nichts Neues und man hat alles bestimmt schon mehr als einmal gelesen. Auch der Schreibstil und die Charaktere sind nicht besonders, aber dennoch, auch wenn „Wenn du mich siehst“ kein raffiniertes Buch ist, so ist es doch nett zu lesen. Mir hat es gut gefallen.

3,5/5 Punkte

Über den Autor
Tara Hudson liebte es schon in ihrer Kindheit, Geistergeschichten zu erzählen, mit denen sie ihre Freunde um den Schlaf brachte. Nach einem Jurastudium erinnerte sie sich als Erwachsene wieder an diese besonderer Gabe und machte daraus einen Beruf. „Wenn du mich siehst“ ist ihr erster Roman. Tara Hudson lebt in Oklahoma.

Dienstag, 21. Juni 2011

Plötzlich Fee - Sommernacht


Format: Gebunden
Preis: (D) € 16,99 (A) € 17,50
Autor: Julie Kagawa
Originaltitel: The Iron King
Seiten: 496
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungstermin: 21. März 2011
ISBN: 978-3453267213
Kaufen bei: Amazon

Kurzbeschreibung
Mit sechzehn beginnt eine magische Zeit sagt man. Es warten dunkle Geheimnisse auf dich, und du findest endlich die wahre Liebe.
Sie haben Recht.
Mein Name ist Meghan Chase, ich lebe in Loisiana, bin sechzehn Jahre alt und seit gestern bin ich ... plötzlich Fee.

Schon immer hatte Meghan das Gefühl, dass irgendetwas in ihrem Leben nicht stimmt. Aber als sie an ihrem sechzehnten Geburtstag einen geheimnisvollen Jungen entdeckt, der sie aus der Ferne beobachtet, und als ihr bester Freund sich auf einmal merkwürdig verhält, muss sie erkennen, dass offenbar ein besonderes Schicksal auf sie wartet. Doch nie hätte sie geahnt, was wirklich dahintersteckt: Sie ist die Tochter des sagenumwobenen Feenkönigs und nun gerät sie zwischen die Fronten eines magischen Krieges. Ehe sie sich’s versieht, verliebt sie sich unsterblich in den jungen Ash – den dunklen, beinahe unmenschlich schönen Prinzen des Winterreiches. Er weckt in Meghan Gefühle, die sie beinahe vergessen lassen, dass er ihr Todfeind ist. Wie weit ist Meghan bereit zu gehen, um ihre Freunde, ihre Familie und ihre Liebe zu retten? (Quelle: Amazon)

Inhalt
Meghan hat es nicht leicht. Ihr Vater ist verschwunden als sie sechs war und nun lebt sie mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihrem Halbbruder zusammen. Meghan hat nicht viele Freunde, sie scheint für Andere beinahe unsichtbar zu sein, sogar ihr Steifvater vergisst öfters auf sie. Zum Glück hat Meghan noch ihren besten Freund Robbie, doch auch dieser beginnt sich seltsam zu verhalten. An ihrem 16. Geburtstag artet schließlich alles aus. Meghans Bruder wird durch ein Wechselbalg ausgewechselt, Robbie ist nicht der, für den Meghan ihn immer hielt und schließlich begibt sich Meghan selbst ins Reich der Feen.

Meinung
Spätestens seit „Lamento“ bin ich ein großer Feen von Feen und ihrer Welt. Ich finde die ganzen Geschichten über Feen und alles was damit zu tun hat unglaublich spannend. In „Plötzlich Fee – Sommernacht“, bin ich wieder ein paar bekannten Elementen über den Weg gelaufen. Grundsätzlich sind aber sehr viele neue Ideen eingebaut, welche „Plötzlich Fee“ zu etwas Besonderem machen.

Julie Kagawas Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig zu lesen. Die Seiten sind beim Lesen nur so dahingeschwunden.

Ganz toll fand ich außerdem die vielen einzigartigen Charaktere, wie zum Beispiel einen sprechenden Kater. Außerdem mochte ich Robbies spaßige Art sehr gerne unf auch Ash musste man einfach gern haben. Allerdings hat mich gestört dass es wieder diese typische Beziehung zwischen Ash und Meghan gab. Denn Meghan darf Ash natürlich gar nicht mögen, da er der Fein ist. Wir kennen das ja alle. Normalerweise stört mich das ja nicht, in „Plötzlich Fee“ kam es mir aber zu gewollt vor. Zumindest Anfangs.

Ansonsten habe ich aber gar nichts zu bemängeln, denn im Großen und Ganzen ist „Plötzlich Fee – Sommernacht“ ein sehr gelungenes Buch.

Cover
Auf den ersten Blick fand ich das Cover wirklich schön, wenn man allerdings genauer hinsieht, merkt man dass diese kleinen grünen Blätter einfach nur über das Auge gelegt wurden. Und das sieht alles andere als professionell aus. Da hätte man sich ruhig etwas mehr Mühe geben können.

Mein Fazit
Jeder den Feen interessieren sollte „Plötzlich Fee – Sommernacht“ unbedingt lesen. Es punktet mit neuen interessanten Ideen, man muss allerdings auch damit rechnen dass mit Klischees gespielt wird. Demnächst erscheint auch der zweite Band, welchen ich schon vorbestellt habe.

4/5 Punkte

Über den Autor
Julie Kagawa wurde in Sacramento, Kalifornien, geboren, bevor sie im Alter von neun Jahren mit ihrer Familie nach Hawaii umzog. Schon in ihrer Kindheit war das Schreiben ihre größte Leidenschaft: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die Geschichten festzuhalten und zu illustrieren, die ihr im Kopf umherspukten – nicht gerade zur Freude ihrer Lehrer. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie später ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Sie lebt und schreibt in Louisville, Kentucky.